Pharos GPS 600 Review


Vor ein paar Tagen haben wir haben ein Pharos GPS 600 Handy erhalten und sind bis jetzt ziemlich zufrieden. Das Pharos GPS 600 ist ein Rebrand und wird vom taiwanesischen Hersteller Eten unter dem Namen Glofiish vermarktet. Das Gerät hat ein sauberes Design und wirkt mit seinem dunkelgrauen Finish sehr businessmässig. Damit lenkt es auch nicht vom starken 2.8 Inch Display ab, das durch Touchscreen Funktion glänzt. Unser Exemplar ist kein definitives Verkaufsgerät, sondern noch in Entwicklung.

Das GPS 600 ist ein Smartphone und arbeitet wie die meisten dieser Geräte heutzutage mit Windows Mobile 5.0. Zusätzlich ist ein Messaging- und Sicherheitspaket installiert, das etwa Push-Email ermöglicht. Voraussetzung ist aber Zugang zum Microsoft Exchange Server.

Die Basics wie Telefonieren funktionieren auch auf einem hochgezüchteten Gerät wie dem GPS 600 noch einwandfrei (ein Glück ;)). Der Touchscreen verleitet natürlich zum Tippen mit den Fingern oder dem Daumen, was durchaus möglich ist. Zwar erwischt man des öfteren falsche Buchstaben, die Software erkennt jedoch meistens automatisch, welcher Buchstabe zum Wort passt und welcher nicht. Mit dem Stylus ist man jedoch immer noch am besten beraten. Mit etwas Übung erreicht man so in Zusammenarbeit mit der virtuellen QWERTY Tastatur gute Resultate.

GPS Funktion
Der GPS 600 hat natürlich auch GPS an Bord - deshalb ja auch die Namensgebung. Der berühmte SiRFStarIII Chip gibt auch hier keinen Anlass zur Kritik und arbeitet gut mit der Pharos eigenen GPS Software Ostia (7.6) zusammen. Wichtig: Wer einen ungebrandeten Glofiish kauft (aus Hardware Sicht dasselbe Gerät) muss auf vorinstallierte Software verzichten und diese noch nachkaufen.

Dank dem integrierten GPS findet man sich heute per Handy zurecht - simpel und einfach. Ein Knopfdruck genügt, und das Gerät bzw. die Software startet die Suche nach Satelliten. Die GPS Funktion frisst allerdings auch einiges an Strom.

Hat der GPS 600 die eigene Position festgestellt, wird die Karte dargestellt. Zoomen und scrollen wurde sehr intuitiv gelöst und funktioniert via Touchscreen. Wer das iPhone bereits in Aktion gesehen hat, kann sich die Funktionsweise sicher gut vorstellen: Mit dem Stylus ein Quadrat ziehen bedeutet reinzoomen, von links nach rechts über den Screen gleiten bedeutet scrollen.

Um eine Route berechnen zu lassen, klickt man einfach auf "Go". Danach wird die Zieladresse eingegeben und die Software führt einen per Sprachausgabe ans Ziel. Leider werden die meist angefahrenen Ziele nicht automatisch in einer Liste gespeichert, so dass man den Zielort jeweils komplett neu eingeben muss

Karten
Kartenmarterial ist im Moment nur von den USA und Kanada mit dabei. Weitere Länder werden jedoch dank der Download-Möglichkeit per Pharos Website auch erschlossen. Im Moment funktioniert dies noch nicht - es ist unklar, ob man für das Kartenmaterial bezahlen muss.

Konnektivität
Der Pharos verfügt über GPRS/EDGE, Bluetooth und Wifi. Leider fehlt UMTS, wobei man sich bei der angebotenen Fülle an Konnektivitäts-Optionen nicht beklagen darf.

Via EDGE bietet Pharos sogar das Downloaden On-Demand von Kartenmaterial an. Wiederum eine Sache, die eher die weitläufigen Staaten betreffen, da man sich so ziemlich schnell verirrt, wenn man das Kartenmaterial für den falschen Staat runtergeladen hat.

Nothing's perfect
Das GPS 600 ist ein gutes Gerät, hat aber auch Nachteile. Der Joystick ist eher flach und nicht wirklich brauchbar, so dass man schnell auf den Touchscreen ausweicht. Früher oder später wird man sowieso auf den Stylus ausweichen, da damit einfach die präziseste Navigation möglich ist. Erfreulicherweise kann man die GPS Software gut per Finger bedienen.

Fazit
Der Pharos GPS ist ein gutes Beispiel für das Zusammenwachsen vieler Geräte. Er vereint einen PDA (Windows Mobile hat ja standardmässig Pocket Office installiert), ein Handy mit guten Verbindungsmöglichkeiten (ausser UMTS) und GPS.



** 24.01.07

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